ERASMUS+ Förderung

Förderbedingungen für Studierende

  • Für ein Auslandsstudium ist eine Einschreibung im zweiten Studienjahr nachzuweisen. Für ein Auslandspraktikum gibt es diese Einschränkung nicht.
  • Regelung der vollen Anerkennung der im Ausland erreichten Studienleistungen vor dem Auslandsaufenthalt- Information
  • Sprachkenntnisse des Ziellandes
  • Abschluss eines "Learning Agreements" zwischen dem Studierenden, der Heimat- und der Gasthochschule
  • Abschließende Vorlage eines Notenauszugs, "transcript of records", der zugleich über Anfang und Ende des Aufenthalts informiert
  • Jedem Studierenden können insgesamt 36 Monate Förderung gewährt werden für ein Auslandsstudium sowie ein Auslandspraktikum, davon bis zu 12 Monate im ersten Studienabschnitt (Bachelor), bis zu 12 Monate im zweiten Studienabschnitt (Master) und bis zu 12 Monate im dritten Studienabschnitt (Promotion). Für Diplomstudiengänge sind 24 Monate Förderung möglich. Diese Gesamtförderdauer kann auf mehrere Auslandsaufenthalte aufgeteilt werden. Über das Vorgängerprogramm Erasmus geförderte Aufenthalte zählen bei der Berechnung der Gesamtförderperiode mit.
  • Der Mindestaufenthalt für ein Auslandsstudium beträgt 3 Monate, für ein Auslandspraktikum 2 Monate. Eine Ausnahme bilden Hochschulen, die mit Trimestern kürzer als 3 Monate arbeiten - dort darf der Mindestaufenthalt von 3 Monaten unterschritten werden.
  • Der erste Tag ist der Tag, an dem man für akademische Zwecke an der Einrichtung anwesend sein muss, entsprechend wird auch der letzte Tag ermittelt. Ein vorbereitender Sprachkurs zählt ebenfalls als akademischer Aufenthalt. Der tatsächliche Aufenthalt darf eher beginnen und später enden, doch diese Tage zählen nicht als finanziell zu fördernde Erasmustage. Es sind Zero Grant-Tage. Sie zählen bei der maximal möglichen Aufenthaltszeit im Status Erasmus-Teilnahme mit. Der akademische Aufenthaltszeitraum muss von der Einrichtung schriftlich bestätigt werden als Voraussetzung für die Förderung. Es darf zwischen dieser Bestätigung und den im Grant Agreement vereinbarten Zeitraum maximal 5 Tage Abweichung geben, wobei der Mindestaufenthalt einzuhalten ist.
  • Bis zur maximalen Anzahl von zwölf Fördermonaten (24 Monaten bei Diplomstudiengängen) können Studierende je Studienphase mehrere Studien- und Praktikaaufenthalte absolvieren. Für jede (erneute) Förderung gilt die Mindestlaufzeit von zwei Monaten für Praktika und drei Monaten für Studienaufenthalte.
  • Auslandspraktika können auch noch nach dem Studienabschluss durchgeführt werden, wenn man dafür im letzten Studienjahr ausgewählt wurde (vor der Exmatrikulation) und wenn man das Praktikum innerhalb eines Jahres (12 Monate) nach dem Studienabschluss beendet. Die Laufzeit des Praktikums wird auf die maximal zwölf Monate je Studienphase angerechnet: Wurde z. B. im Bachelor bereits ein Studienaufenhalt von acht Monaten absolviert, so bleiben vier Monate für ein Graduiertenpraktikum.
  • Es ist Pflicht, nach der Annahme des Zuschussvertrags (Grant Agreement) vor der Abreise online einen Sprachtest in der Hauptarbeitssprache der Mobilität durchzuführen. Dazu erhält man einen Link. Das Testergebnis wird der Heimathochschule mitgeteilt als Voraussetzung für die Zahlung des Stipendiums. Die Gasthochschule wird nicht informiert. Dieser Sprachtest muss nach dem Aufenthalt wiederholt werden. Man erhält dazu 15 Tage vor dem letzten Tag des Aufenthalts laut Grant Agreement eine E-Mal mit dem Link und man muss sich spätestens 5 Werktage vor dem letzten Tag des Aufenthalts zu diesem Test eingeloggt haben. Das dient der Feststellung des erreichten sprachlichen Zuwachses. 
  • Es besteht in bestimmtem Umfang die Möglichkeit, während des Aufenthalts in dieser Sprache freiwillig einen kostenfreien Online-Sprachkurs zu absolvieren. Die Lizenz vergibt das Auslandsamt. Nähere Information zu Sprachtest und -kurs
  • Ein Rechtanspruch auf eine Förderung besteht nicht.
  • Mit einem ERASMUS+-Mobilitätszuschuss ist keinerlei Versicherungsschutz verbunden. Alle Programmteilnehmer müssen selbst für die Dauer ihres Auslandsaufenthaltes für ausreichenden Versicherungsschutz Sorge tragen und sich über die Erfordernisse im Gastland informieren. 
    Weder die Europäische Kommission noch die Nationale Agentur- der DAAD, oder die Hochschule Mittweida haften für Schäden, die aus Krankheit, Tod, Unfall, Verletzung von Personen, Verlust oder Beschädigung von Sachen im Zusammenhang mit ERASMUS+ - Auslandsaufenthalten (Studium, Praktikum) entstehen.
  • Studierende mit speziellen Bedürfnissen aufgrund körperlicher, geistiger oder gesundheitsbedingter Einschränkungen können für die Mobilität einen Extrazuschuss bekommen. Sie müssen sich dazu rechtzeitig an das Auslandsamt wenden, damit ein solcher Zuschuss beantragt werden kann (Aufstockung der ERASMUS+ -Mittel oder Nutzung anderer an der Hochschule oder bei Förderorganisationen verfügbarer Quellen).
  • Zusätzlich oder alternativ zur ERASMUS+ -Förderung darf die Mobilität über ERASMUS+ auch aus jeglichen anderen Quellen (mit-) finanziert werden. Entfällt die Förderung aus ERASMUS+ ganz, aber es sind alle Förderbedingungen erfüllt, soll die Mobilität dennoch im Rahmen von ERASMUS+ mitgezählt werden (Zero-EU grant participant), um die finanzielle Zuwendung für die Einrichtung im Folgejahr zu erhöhen.
  • Das Stipendium ist eine Pauschale, deren Höhe sich nach dem Zielland richtet. Es gibt drei Gruppen von Zielländern und somit 3 Pauschalen:
    Gruppe 1, 250 - 500 Euro: Länder mit höheren Lebenshaltungskosten (Dänemark, Irland, Frankreich, Italien, Österreich, Finnland, Schweden, Großbritannien, Liechtenstein; Norwegen, Schweiz)
    Gruppe 2: 200 - 450 Euro: Länder mit mittleren Lebenshaltungskosten (Belgien, Tschechien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Kroatien, Zypern, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Island, Türkei)
    Gruppe 3, 150 - 400 Euro: Länder mit niedrigeren Lebenshaltungskosten (Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Rumänien, Slowakei, Mazedonien)
  • Im Fall einer Mobilität innerhalb der gleichen Gruppe liegt die Pauschale zwischen 200 und 450 EUR monatlich (mittlere Pauschale).
    Im Fall einer Mobilität in ein Land mit höheren Lebenhaltungskosten liegt die Pauschale zwischen 200 und 500 EUR monatlich (höhere Pauschale) und sie muss mindestens 50 EUR höher sein als die Pauschale für die eigene Ländergruppe.
    Im Fall einer Mobilität in ein Land mit niedrigeren Lebenshaltungkosten liegt die Pauschale zwischen 150 und 400 EUR monatlich (niedrige Pauschale) und sie muss mindestens 50 EUR niedriger sein als die Pauschale für die eigene Ländergruppe.
  • Die Pauschale, die die Hochschule Mittweida für Mobilitäten aus dem Erasmusvertrag 2014-16 auszahlt, lautet:
    Gruppe 1: 270 Euro
    Gruppe 2: 210 Euro
    Gruppe 3: 150 Euro
    Es wird zwischen dem Aufenthaltszeitraum und dem Förderzeitraum unterschieden. Aufgrund begrenzter Fördermittel wird nicht der ganze Aufenthaltszeitraum finanziell unterstützt. Der Förderzeitraum für Aufenthalte in den Ländergruppen 1 und 2 beträgt 3,5 Monate. Für Aufenthalte in der Ländergruppe 3 werden 4 Monate gefördert.
    Dieser Betrag wird für vertraglich fertig vorbereitete Mobilitäten in einer Summe vor oder zu Beginn der Mobilität ausgezahlt sobald die Mittel an der Hochschule verfügbar sind. Sollten aus dem Vertrag Restmittel verbleiben, werden diese nachträglich auf der Grundlage von Tagessätzen gleichmäßig an alle Stipendiaten ausgezahlt.
  • Die Dauer des Aufenthalts wird nach Monaten und Tagen berechnet. Jeder Monat zählt mit 30 Tagen. Einzelne Tagessätze werden ermittelt, indem die Monatspauschale durch 30 geteilt wird.
  • Hinsichtlich der Anrechnung des Erasmus-Mobilitätszuschusses auf den BAföG-Bedarf gilt die Anrechnungsregelung des § 21 Abs. 3 Nr. 2 BAföG, welche unterschiedslos für alle begabungs- und leistungsabhängigen Stipendien gilt. Danach sind Stipendien, die einen Monatsdurchschnitt von 300 € übersteigen, als Einkommen zu berücksichtigen und auf den jeweiligen Bedarf anzurechnen. Im Rahmen des Erasmus+ Programmes müssten daher ggf. bis zu 200 € entsprechend angerechnet werden.
  • Wenn die verfügbaren Stipendien ausgeschöpft sind, können weitere Studierende mit einem "zero grant" gefördert werden. Sie erhalten einen ERASMUS+ - Platz mit allen Rechten und Pflichten, jedoch kein Stipendium. Auf diese Weise kann die Past Performance der Hochschule Mittweida gesteigert werden, das heißt, es können für das übernächste Folgejahr mehr Stipendienmittel aquiriert werden.
  • Die Rechte und Pflichten der ERASMUS+ - Studierenden regelt die ERASMUS+-Student-Charter, Sie Sie hier als Download bekommen.

Haben Sie weitere Fragen und Antworten zum ERASMUS+ Programm?
->  Besuchen Sie die Webseite der EU (englischsprachig), dort finden Sie auch einen Link zu den FAQ.

Mobility Tool - Datenbank zum Programm ERASMUS+

Zur Verwaltung der Eramusmobilitäten gibt es seit Mai 2014 eine EU-Datenbank mit dem Namen Mobility Tool. Dort werden alle Mobilitäten und alle Fördermittel transparent gemacht. Das Auslandsamt muss monatlich sämtliche Gefördertendaten im Mobility Tool einstellen.

Jeder Geförderte erhält auf dieser Grundlage aus diesem Tool nach dem Abschluss seines Aufenthalts automatisch eine E-Mail mit der Aufforderung, ein standardisiertes EU-Berichtsformular zum Aufenthalt online auszufüllen. Bitte kommen Sie dieser Pflicht zeitnah nach, denn das Auslandsamt muss das überprüfen und die Eingabe sicherstellen.

Für die Information des Auslandsamts und nachfolgender Studierender ist weiterhin ein Bericht direkt im Auslandsamt abzugeben, der frei geschrieben werden kann und zur Veröffentlichung auf den Webseiten des Auslandsamts geeignet sein soll.