Anerkennung von Studienleistungen

Die Hochschule Mittweida versteht sich als Teil der internationalen Bildungslandschaft. Sie ist Teilnehmer des Bolognaprozesses mit akkreditierten Studiengängen. Wir bieten Möglichkeiten an, damit Semester im Ausland über Modulanerkennungen anrechenbar sind. Wir entsprechen so dem Ziel des Bolognaprozesses - Vergleichbarkeit der Studiengänge und Erleichterung der internationalen Mobilität.

Akademische Anerkennung der Studienleistungen in ERASMUS+

Die Hochschule Mittweida verpflichtete sich, die im Ausland erbrachten Studienleistungen von ERASMUS+ - Studierenden auf die zum Erwerb des Studienabschlusses an der Heimathochschule erforderlichen Studienleistungen anzuerkennen, vorzugsweise unter Anrechnung von ECTS-Punkten. Zu diesem Zweck müssen "Learning Agreements" abgeschlossen werden.

Die Gasthochschule ist verpflichtet, nach dem erfolgreichen Abschluss des Aufenthalts eine Abschrift der Studien- und Ausbildungsdaten als "Transcript of Records" auszustellen.

Die Rechte und Pflichten der Studierenden regelt die ERASMUS-Studierenden-Charta.

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Auszug aus dem ERASMUS+ -Leitfaden 2014-16

Als Teilnehmerhochschule des ERASMUS+ -Programms verpflichtet sich die Hochschule, im Ausland erbrachte Studienleistungen auf Leistungen der in Mittweida angebotenen Studienprogramme anzurechnen. Nachzulesen ist das im folgenden Auszug aus dem ERASMUS+-Leitfaden des DAAD für die Durchführung von Mobilität durch Hochschulen und Konsortien für 2014 bis 2016:

9.9 SM – akademische Anerkennung der Aufenthalten

Alle akademischen Leistungen müssen, wie im Learning Agreement for Studies/Traineeships vereinbart, anerkannt werden. Die Anrechnung bzw. Anerkennung der Studien- bzw. Ausbildungsleistungen des Studierenden an der Gasteinrichtung kann nur dann verweigert werden, wenn der Studierende das von der Gasthochschule/vom aufnehmenden Unternehmen verlangte akademische / berufliche Leistungsniveau nicht erreicht oder die von den teilnehmenden Einrichtungen verlangten Bedingungen für eine Anerkennung nicht erfüllt.

Hinweis: Die Beweispflicht bei Nichtanerkennung von im Ausland erbrachten Leistungen liegt bei der Heimathochschule (vgl. Lisbon Recognition Convention). Ausschlaggebend für die akademische Anerkennung sind die Lernergebnisse, nicht der (zeitliche) Umfang der während des Aufenthalts absolvierten Veranstaltungen.

9.9.1 SMS – Studierendenmobilität – Auslandsstudium

Der Zuwendungsempfänger gewährleistet, dass die im Ausland erbrachten Studienleistungen auf die zum Erwerb des Studienabschlusses an der Heimathochschule erforderlichen Studienleistungen/-zeiten angerechnet werden (vorzugsweise unter Verwendung von ECTS).

Die an einem Austausch beteiligten Einrichtungen sind verpflichtet, mit allen betreffenden Studierenden vor Beginn des Auslandstudiums ein klar festgelegtes Studienprogramm in einem Learning Agreement for Studies entsprechend den Mindestvorgaben der EU KOM schriftlich zu vereinbaren. Ergeben sich bei Aufnahme des Auslandsstudiums Änderungen des ursprünglich festgelegten Studienprogramms, sind diese innerhalb des im Learning Agreement festgelegten Zeitraums nach Ankunft des Studierenden im Gastland von allen beteiligten Parteien abzuzeichnen, um die akademische Anerkennung gewährleisten zu können. Nach erfolgreichem Abschluss des Auslandsaufenthaltes stellt die Gasteinrichtung dem Studierenden entsprechend dem Learning Agreement ein Transcript of Records aus.

Ableitungen für die Hochschule

In der praktischen Konsequenz wird dadurch von Professoren und Prüfungsausschüssen Flexibilität gefordert, wenn bei der Anerkennung im Ausland erbrachter Studienleistungen Fächerinhalte nicht identisch sind. Eine gewisse Nichtübereinstimmung der Fächer ist trotz des Bolognaprozesses in der Europäischen Union und erst recht mit einem weltweit gerichteten Blick der Normalfall. Es sollte in der Frage der Anerkennung solcher Studienleistungen daher berücksichtigt werden, worum es bei Auslandsaufenthalten grundsätzlich geht:

  • Erwerb ähnlicher (nicht identischer) Fachkenntnisse
  • Erwerb zusätzlicher, an der Hochschule Mittweida gar nicht vermittelter Fachkenntnisse, die insgesamt in das Studienprogramm passen, die Ausbildung bereichern und alternativ anerkannt werden können
  • Kennen Lernen einer anderen nationalen Perspektive auf das Fach
  • Entwicklung fremdsprachlicher Kompetenz sowohl in der Allgemein-  als auch in der Fachsprache
  • Erwerb interkultureller Fähigkeiten für die Berufstätigkeit in einem international orientierten Umfeld
  • Gewinn landeskundlicher Kenntnisse zu Heimat- und Gastland

Dadurch wird neben der fachlichen Ausbildung zugleich in starkem Maß die Persönlichkeit der Studierenden geformt. Das erfolgt in einer Weise, wie es ein Studium am Heimatort allein nicht erreichen kann. Charaktereigenschaften und soziale Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Kontaktfreudigkeit, Toleranz, Teamgeist und die Fähigkeit zur Selbstorganisation werden verstärkt, was an der Hochschule Mittweida studiengangsübergreifend auch Teil der Ausbildungskonzepte ist.

Durch Auslandsaufenthalte entstehen oft studentische Netzwerke ins Ausland, die in der Zukunft potenziell der deutschen Wirtschaft und Forschung zugute kommen, die zugleich zeitnah von der Fakultät genutzt werden können, um die eigenen Internationalisierung voranzutreiben.

Für dieses Ergebnis ist es vertretbar und sogar erforderlich, Zugeständnisse in der fachlichen Ausbildung zu machen. Über das Maß dieser Zugeständnisse entscheiden in letzter Konsequenz die Professoren.

Teil der Internationalisierungsstrategie der Hochschule ist es, sich in dieser Frage offen, flexibel und förderlich für Auslandserfahrungen zu verhalten.