Erfolgreiche "Field School" für Studierende aus den USA

Mittwoch 30. Mai 2018, 11:08

Studierende aus Rochester beim Rundgang

"We had all a great time" sagte Toni, einer der Studierenden vom Rochester Institute of Technology (RIT) aus den USA, als zwei Wochen intensiver Arbeit und Exkursionen im Rahmen einer "Field School", einer Fachexkursion, abgeschlossen waren und die Teilnehmer nach ihren Eindrücken befragt wurden. Die Fakultät für Ingenieurwissenschaften, vertreten durch Prof. Frank Weidermann, hatte gemeinsam mit dem Prorektorat für Hochschulentwicklung und unterstützt vom Auslandsamt ein umfangreiches Programm zum Thema "Automotive Electronics" organisiert. Es bestand aus Vorlesungen, Gruppenarbeit, Firmenbesuchen und kulturellen Exkursionen. Die RIT-Studierenden entwickeln wie wir einen Rennwagen zur Teilnahme am Wettbewerb Formula Student. Unser Racing-Team stellte sich vor. Es gab einen Besuch an der Westsächischen Hochschule Zwickau mit Besichtigung des Horch-Museums. Die Gläserne Manufaktur in Dresden stand auf dem Programm und ein Besuch bei BWM in Leipzig. Alle Teilnehmer waren sehr motiviert und hochinteressiert. Sie stellten viele Fragen. Für alle war es der erste Aufenthalt in Deutschland und Europa. Ein Abstecher nach Berlin und Prag durfte daher nicht fehlen. Mit Spannung war auch das deutsche Essen erwartet worden, das großen Zuspruch fand. Die Präsentationen der amerikanischen Studierenden waren sehr gut vorbereitet und fachlich spannend. Im Feedback wurde der Wunsch geäußert, dass auch eine Hospitation in der (deutschsprachigen) Lehre für Studierende von Interesse gewesen wäre, ebenso wie eine Wohnheimbesichtigung und etwas Deutschunterricht für Anfänger. Und es wurden mehr Kontakte zu deutschen Studierenden gewünscht zum Austausch über alle noch interessierenden Fragen. Das ist ein Aufgabenspektrum, dem sich Hochschule und RIT stellen wollen: es soll eine zweite Auflage dieser Fachexkursion geben. Finanziert wurde die Reise durch Teilnehmerbeiträge.

Geleitet wurde die Gruppe durch Prof. Martin Anselm. Er unterrichtet am RIT am College of Engineering. Sein Vater hatte zeitweise einen Lehrauftrag an der Hochschule Mittweida. Sein Großvater Julius Anselm war von 1901 bis 1948 an der Hochschule tätig, er leitete sie einige Jahre stellvertretend und schließlich auch als Leiter. Die Familie ist der Hochschule und der Stadt Mittweida sehr verbunden. Daher wurden auch die Kontakte aufgebaut.

Für die Hochschule Mittweida ist es ein großer Erfolg, die Zusamenarbeit durch die "Field School" vorangebracht zu haben. Beide Seiten möchten im nächsten Schritt nun auch Studierenden eine Studienerfahrung an der Partnereinrichtung über ein ganzes Semester ermöglichen im Rahmen eines Austauschsemesters. Dafür sollen nun jeweils die Voraussetzungen geschaffen werden.

Von: International Office